Forum Kultur und Ökonomie 2015

15. Tagung vom 5./6. März 2015
Gottlieb Duttweiler Institute, Rüschlikon

Kultur für Alte – Kultur für Junge: Wo, wie, wann?

Die Alterspyramide in der Kultur steht Kopf! Die ältere Generation bleibt länger aktiv, im Zuschauerraum und als Künstler, Veranstalter, Kuratoren und Kulturfinanzierer. Wie wird sich diese Zukunftsperspektive auf das kulturelle Umfeld auswirken?

Vor den traditionellen Kulturhäusern stehen junge Leute nicht mehr Schlange, wohl aber für eine berufliche Zukunft in den Bereichen von Kunst und Kultur. Versperren die aktiven Alten den nachrückenden Jungen den Zugang zu den Schalthebeln der Kulturproduktion und den assoziierten Bereichen?

Was lockt die verschiedenen Generationen an die Orte des Kultur-Geschehens und wie wollen sie angesprochen werden? Wie wird Kultur in Zukunft rezipiert – braucht es noch fixe Räumlichkeiten und etablierte Institutionen? Wie wird Kultur erlebt: als Kollektiverlebnis oder als „culture en chambre“? Kulturgenuss findet zunehmend spontan statt. Wichtiger Einflussfaktor bei dieser neuen Mobilmachung sind die sozialen Medien. Das Angebot ist riesig und wer sich zu früh festlegt, verpasst womöglich das Beste. An die Kulturpolitik ist verstärkt die Frage gerichtet, mit welchen Leistungsaufträgen sie die Institutionen in Verantwortung nehmen will und kann.

Im Spannungsfeld der Generationenthematik stellen sich für die Kultur und ihre angrenzenden Bereiche grundlegende Fragen. Die Schweiz mit ihren besonderen Rahmenbedingungen wie Vielsprachigkeit, Kleinräumigkeit, hohe Dichte an regional verankerten Kulturinstitutionen, begrenztes potenzielles Publikum aber auch Strahlkraft ihrer urbanen Leuchttürme steht hier vor besonderen Herausforderungen.

Am Forum Kultur und Ökonomie 2015 wird über die Breitenwirkung der Kulturförderung und die Gewinnung neuer Publika in der Schweiz nachgedacht und diskutiert.


Eine Initiative von:

Bundesamt für Kultur, Credit Suisse, Fondation Nestlé pour l’Art, Konferenz der kantonalen Kulturbeauftragten, Loterie Romande, Migros-Kulturprozent, Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Städtekonferenz Kultur, SwissFoundations, Swisslos, Swiss Re, UBS.

 

Änderungen vorbehalten.