FORUM • KULTUR UND ÖKONOMIE
Tagung 18./ 19. März 2010 im Hotel Astoria Luzern
 

Curriculum der Referenten und Referentinnen

 

Eleonora Belfiore

* 1975. Eleonora Belfiore ist ausserordentliche Professorin für Kulturpolitik am Zentrum für kulturpolitische Studien an der Universität von Warwick in England. Ihre neuste Forschung konzentriert sich auf die theoretischen und methodologischen Probleme, die die Auswirkungen der Sozioökonomie auf die Kunst mit sich bringen sowie auf die Bedeutung dieser Probleme im offiziellen kulturpolitischen Diskurs. Die Arbeit von Eleonora Belfiore zielt darauf ab, die Bedeutung von Fakten, Werten und Überzeugungen in kulturpolitischen Entscheidungsprozessen zu erforschen.
www2.warwick.ac.uk

Referat von Eleonora Belfiore

 
Corina Caduff

* 1965. Prof. Dr. Corina Caduff, Kultur- und Literaturwissenschaftlerin, heute als wissenschaftliche Referentin am Rektorat der Zürcher Hochschule der Künste tätig. Sie studierte Germanistik in Zürich und promovierte zu Elfriede Jelinek. Sie war Redaktorin bei Radio DRS 2, 1992-2000 Assistentin und Oberassistentin an den Deutschen Seminarien der Universitäten Zürich und Genf. Corina Caduff habilitierte an der Technischen Universität Berlin und wurde anschliessend Gastwissenschaftlerin am Zentrum für Literaturforschung Berlin sowie 2003 Gastprofessorin an der University of Chicago.
www.zhdk.ch

Referat von Corina Caduff

  
Yves Fischer

*1974. Yves Fischer ist seit dem 1. Juni 2008 stellvertretender Direktor des Bundesamtes für Kultur BAK. Er ist für die operative Führung zuständig und teilt die Verantwortung für die Umsetzung der Kulturpolitik des Bundes. Der ausgebildete Jurist und Musiker Yves Fischer trat 2002 in den Dienst des BAK ein. Zuvor war er Rechtskonsulent bei der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) in Paris. Nach seinen Studien in New York, Bern und Paris hat Yves Fischer an der Sorbonne einen Masterabschluss in Kulturgeschichte und Kulturverwaltung erworben. Während seiner Studienzeit in Bern war er als Musiklehrer an einer Berner Musikschule tätig.
www.bak.admin.ch

  
Adrienne Goehler

* 1955. Adrienne Goehler lebt als freie Publizistin und Kuratorin in Berlin und Portugal. Im Jahre 2006 veröffentlichte sie ihr erstes Buch Verflüssigungen. Die Diplom-Psychologin war zwölf Jahre Präsidentin der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Zwischen 2002 und 2006 war sie Kuratorin des Hauptstadtkulturfonds. Nach der Wahl Klaus Wowereits zum Regierenden Bürgermeister von Berlin 2001 wurde die parteilose Adrienne Goehler zur Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Kultur in der rot-grünen Übergangsregierung des Landes Berlin gewählt. Sie schied jedoch bereits 2002 wieder aus dem Amt, als die Grünen aus der Landesregierung ausschieden.
www.campus.de/sachbuch/politik/Verflüssigungen.84895.html

Referat von Adrienne Goehler

  
Hedy Graber

* 1961. Hedy Graber ist seit dem 1.1.2004 Leiterin der Direktion Kultur und Soziales beim Migros-Genossenschafts-Bund in Zürich. Sie ist in Luzern und Genf aufgewachsen und hat an der Universität Genf Kunstgeschichte, Germanistik und Fotografie (Ecole d’Arts Visuels) studiert. Von 1990 – 1996 war Hedy Graber Kuratorin und Geschäftsführerin der Kunsthalle Palazzo, Liestal, danach Direktorin der Abteilung für moderne Kunst bei der Galerie Fischer Auktionen, Luzern und ab 1998 Beauftragte für Kulturprojekte in Basel-Stadt.
www.kulturprozent.ch

  
Jean-Frédéric Jauslin

*1954. Jean-Frédéric Jauslin leitet seit dem 1. April 2005 das Bundesamt für Kultur. Er promovierte an der ETH Zürich im Informatikbereich. Zunächst arbeitete er in der Privatwirtschaft, 1990 wurde er Direktor der Schweizerischen Landesbibliothek, wo er eine grundlegende Reorganisation der Bibliothek durchführte. 2002 wurde Jean-Frédéric Jauslin Präsident der "Conference of European National Librarians CENL“, welche die Direktorinnen und Direktoren von über vierzig europäischen Nationalbibliotheken vereinigt.
www.bak.admin.ch

Referat von Jean-Frédéric Jauslin

  

© Vincent Thibert
Pierre Keller

*1945. Pierre Keller ist seit 1995 Direktor der ECAL – École Cantonale d'Art de Lausanne, die mittlerweile zu den fünf besten Kunstschulen in Europa zählt. 1965 schloss er die École Cantonale des beaux-arts et d'arts appliqués in Lausanne als Grafik-Designer ab. Danach vertrat Pierre Keller die Schweiz bei vielen bedeutenden Veranstaltungen wie der Biennale des jeunes in Paris und der Biennale São Paolo. 2004 erhielt er eine Titularprofessur an der École polytechnique fédérale de Lausanne. 2007 erhielt er den Ehrendoktor der Europäischen Universität von Barcelona und den Merit Design Preis Schweiz.
www.ecal.ch

  
Pius Knüsel

*1957. Pius Knüsel ist seit 2002 Direktor der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia. Pius Knüsel studierte Germanistik, Philosophie und Literaturkritik an der Universität Zürich. Freier Journalist, 1981 Mitbegründer der Innerschweizer Wochenzeitung „Die Region“. 1986 – 1992 Kulturredaktor und Nachrichtenjournalist beim Schweizer Fernsehen; 1992 – 1997 Programmleiter des Jazz Clubs MOODS und Mitglied des Direktoriums des Europe Jazz Networks; 1996 Initiant des Jazznojazz-Festivals in Zürich; 1998 – 2002 Leiter des Kultursponsorings der Credit Suisse; 2000 Mitbegründer des Forums Kultur und Ökonomie.
www.prohelvetia.ch

  
Jack Lang (kurzfristig abgesagt)

Jack Lang ist ehemaliger Kultur- und Bildungsminister Frankreichs. 1981 wurde er Kulturminister im Kabinett von Premierminister Pierre Mauroy (1981–1984), ein Amt, das er auch in den linken Kabinetten von Laurent Fabius (1984–1986), Michel Rocard (1988–1991) und Édith Cresson (1991–1993) innehatte. Dabei rief er unter anderem 1982 die Fête de la Musique ins Leben und begleitete die Ära François Mitterrand mit einer so umfassenden kulturellen Tätigkeit, wie sie vom Kulturministerium seit André Malraux in den 1960er Jahren nicht mehr ausgegangen war. Insbesondere hatte er auch Anteil an der architektonischen Umgestaltung von Paris. Auf ihn gehen die gläserne Pyramide am Louvre und der neue Triumphbogen zurück.

  
Prof. Dr. Gerhard Schulze

*1944. Professor für Methoden der empirischen Sozialforschung und Wissenschaftstheorie an der Universität Bamberg. Studium der Soziologie in München und Nürnberg, Promotion zum Dr. rer. pol. und Habilitation für Soziologie in Nürnberg. Gerhard Schulzes Arbeitsschwerpunkte sind: Sozialer und kultureller Wandel, Zeitdiagnosen und zukünftige Entwicklungen, Methoden der empirischen Sozialforschung, Wissenschaftstheorie. Publikationen u.a.: Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart, (1992) Die beste aller Welten. Wohin bewegt sich die Gesellschaft im 21. Jahrhundert? (2003), Die Sünde. Das schöne Leben und seine Feinde. (2006)
www.gerhardschulze.de

Referat von Prof. Dr. Gerhard Schulze

  
Michael Söndermann

*1951. Inhaber und Geschäftsführer Büro für Kulturwirtschaftsforschung, Köln. Mitglied der Task Force Cultural Industries/ Eurostat-ESSnet, Luxemburg, Ressourcenperson bei der Deutschen Kommission für UNESCO, Bonn und Berater der „Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft“ der Deutschen Bundesregierung, Berlin. Publikationsauszug: Gesamtwirtschaftliche Perspektiven der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland. Kurzfassung eines Forschungsgutachtens i.A. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (mit Backes, Arndt, Brünink), Berlin 2009. Leitfaden zur Erstellung einer statistischen Datengrundlage für die Kulturwirtschaft und eine länderübergreifende Auswertung kulturwirtschaftlicher Daten. I.A. Wirtschaftsministerkonferenz, Berlin 2009. Kreativwirtschaft Schweiz 2007 (mit Gerig und Weckerle), Basel 2008
www.kulturwirtschaft.de

Referat von Michael Söndermann

  
Philip Ursprung

*1963. Professor für moderne und zeitgenössische Kunst an der Universität Zürich. Geboren in Baltimore, USA, studierte er in Genf, Wien und Berlin. Er unterrichtete an der Universität der Künste Berlin, der ETH Zürich und der Columbia University New York. Mit Hedy Graber war er Kurator der Kunsthalle Palazzo in Liestal, später Gastkurator am Canadian Center for Architecture in Montreal. 1997-2004 war er Mitglied der Eidgenössischen Kunstkommission. Er ist Präsident der Fondation Nestlé pour l’Art und Juryvorsitzender der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart.
www.khist.uzh.ch
www.zgw.ethz.ch

Referat von Philip Ursprung

  
Stéphanie Vanhooydonck

*1970. Stéphanie Vanhooydonck, Soziologin, arbeitet seit 2003 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundesamt für Statistik in Neuchâtel. Dort ist sie in der Bibliotheksstatistik und in der Statistik des Kulturverhaltens tätig. 1999-2003 verfasste sie Trendberichte zu verschiedenen Themen des Bildungswesens (u.a. zum Illettrismus) an der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung in Aarau. 1996-1999 arbeitete sie als Schweizerische Koordinatorin einer vergleichenden OECD Untersuchung zum Bildungswesen im Bundesamt für Berufsbildung und Technologie in Bern.
www.bfs.admin.ch

Referat von Stéphanie Vanhooydonck

  




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